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Neues aus Neuperlach

Neuperlach – der Newskanal!

Restaurant der geretteten Lebensmittel eröffnet heute! (25.09.2021)

Im ehemaligen Allianz-Gebäude eröffnet eines der größten Zwischennutzungprojekte der Stadt. Das „Shaere“ soll ein offener Treffpunkt, Kreativ- und Arbeitsraum sein – samt riesiger Gemeinschaftsküche, in der ausschließlich Lebensmittel verarbeitet werden, die sonst im Müll gelandet wären. Die Zwischennutzung soll 5 Jahre dauern, dann wird das Gebäude durch einen höheren Neubau ersetzt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Artikel zum Restaurant auf neuperlach.org: Ex-Allianz: Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“

Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Gerüstabbau nach fast 5 Monaten (24.09.2021) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Gerüstabbau am Haus 58 (24.09.2021) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Gerüstabbau am Haus 58 (24.09.2021) © Thomas Irlbeck

Hurra! Das Gerüst wird bei mir gerade abgebaut. Die letzten Reste verschwinden gerade aus der Sichtlinie. Zwei Geschosse hat man heute geschafft. Die Fotos sind vom späten Freitagnachmittag.

Ganz links im Haus 58 sowie im Haus 60 (Phase 2c) ist man leider noch lange nicht so weit, da laufen die Arbeiten weiter.

Mehr zum Thema: Großsanierung meiner Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52–62

Alte Neuperlacher kennen sie: Grundschule an der Führichstraße

Grundschule an der Führichstraße
Grundschule an der Führichstraße (23.09.2021) © Thomas Irlbeck

Wer mit der Tram 24 gefahren ist, der kennt auch diese Schule in Ramersdorf: Die „Grundschule an der Führichstraße“, früher „Volksschule an der Führichstraße“. Die Tram 24 fuhr vom 30.09.1973 (Beginn der Umleitungsstrecke) bis zur Stilllegung 18.10.1980 an der Schule vorbei. In Schulnähe war die Haltestelle „Ramersdorf“, vom Betrachter aus war sie links zu finden. Die Schule im Stil des Historismus wurde 1915 bis 1918 gebaut. An der östlichen Seite entstand 1933 ein Erweiterungstrakt. Inzwischen steht das Schulgebäude unter Denkmalschutz.

Reinhard Veit hat noch ein Foto von 1934 – damals gab es noch keine Ampeln. Vielen Dank!

Grundschule an der Führichstraße
Grundschule an der Führichstraße (1934). Foto: Reinhard Veit

Quidde-Zentrum: Abriss geht unaufhaltsam weiter

Mehr zum Thema: Quidde-Zentrum: der Abriss

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck

Quidde-Zentrum: Abriss begonnen

Die letzten Monate wurde das Gebäude entkernt, aber nun sind die ersten Mauern gefallen. Nach so vielen Jahren Wartezeit (vor rund 10 Jahren schloss der letzte Lebensmittelmarkt) ein Moment, den man kaum glauben kann. Die ersten Fotos gibt es natürlich hier! Mehr zum Thema: Quidde-Zentrum: der Abriss

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck

Unser pep feiert 40-jähriges Jubiläum!

pep 40. Geburtstag
pep-Eingangstor (21.09.2021) © Thomas Irlbeck

1981 ging die Erfolgsgeschichte los. Streng genommen schon 1980, als damals „Krone pep“ eröffnete, aber noch nicht die übrigen Läden. „pep“ stand ursprünglich für „Perlacher Einkaufs-Passagen“, später wurde es werbeträchtiger umgedeutet zu „Perlacher Einkaufs-Paradies“.

pep 40. Geburtstag
Das pep-Eingangstor wurde für den 40. Geburtstag dekoriert (21.09.2021) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Das neue pep-Parkhaus am Eröffnungstag der pep-Erweiterung. Das pep ist nun das größte Münchner Einkaufszentrum (Archivbild vom 17.05.2018) © Thomas Irlbeck

Quelle: tz

Mutterhaus Barmherzige Schwestern

Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul
Mutterhaus Barmherzige Schwestern
Mutterhaus Barmherzige Schwestern (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

Das ist ja ein durchaus pompöser Bau. Ich habe den Bau noch nie gesehen, bin aber in der Gegend eher selten unterwegs. Sieht aber ziemlich neu aus. Zur Orientierung: Das Michaeli-Gymnasium Das Michaeli-Gymnasium (wo viele von uns Neuperlachern unterrichtet wurden und vielleicht immer noch werden) und die vor Fertigstellung wieder abgerissene Griechische Schule sind ganz in der Nähe.

Mutterhaus Barmherzige Schwestern
Mutterhaus Barmherzige Schwestern (18.09.2021) © Thomas Irlbeck
Mutterhaus Barmherzige Schwestern
Mutterhaus Barmherzige Schwestern (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

Zu finden in der Vinzenz-von-Paul-Straße, Echarding/Berg am Laim.

In eigener Sache (Update)

yellowman-files_deleted
Status der Domain „yellowman-files.org“. Quelle: Domaintools

Wie hier deutlich zu sehen ist, wurde die Domain vollständig gelöscht und kann von jedermann neu registriert werden („deleted and available again“).

Montessori-Schule: (Ab-)Stand der Arbeiten

Montessori-Schule
Baustelle Montessori-Schule. Die Schlangen, die wir hier sehen, sind Abstandshalter für die Oberbewehrung. Dadurch wird der noch aufzulegende Bewehrungsstahl während des Gießens auf Abstand gehalten. Die Folien bleiben drin. Durch diese Maßnahmen wird erreicht, den Bewehrungsstahl vor Luft und Wasser zu schützen, damit er nicht rostet (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

 

Montessori-Schule
Baustelle Montessori-Schule (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

Auf dem Parkplatz zwischen dem Life-Einkaufszentrum und dem Büro-/Gewerbehaus Albert-Schweitzer-Straße 62-66 wird ein dreistöckiger Neubau in Holzmodulbauweise und Niedrigenergiestandard realisiert. Dort wird die Montessori-Schule „Campus di Monaco“ einziehen. Bis zum Sommer 2022 entsteht eine zweizügige Grund- und Mittelschule für rund 320 Schülerinnen und Schüler. Die bestehende Montessori-Mittelschule zieht dabei von ihrem Provisorium an der Schwanthalerstraße an den neuen Standort, die Grundschule entsteht neu. Inzwischen wurden bereits große Teile der Bodenplatte gegossen. Weiterlesen →

Montessori-Schule
Montessori-Schule (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

Unser Michaeligarten

Michaeligarten
Unser Ostparksee mit dem Michaeligarten (18.09.2021) © Thomas Irlbeck
Michaeligarten
Unser Ostparksee mit dem Michaeligarten (18.09.2021) © Thomas Irlbeck

Riem: Ungewöhnliche Architektur

Den-Haag-Straße, Riem Süd
Den-Haag-Straße, Riem Süd. Fotos: Lesereinsendung
Den-Haag-Straße, Riem Süd
Den-Haag-Straße, Riem Süd. Fotos: Lesereinsendung

Den-Haag-Straße, Riem Süd

  •  30 Wohnungen
  •  Bezug voraussichtlich Ende 2022
  •  Experimentelles Wohnen in Groß-WG

Mehr Infos:  Wogeno München eG

Großsanierung vor dem großen Finale!

Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62 (17.09.2021) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Detail Pflanzentrog (17.09.2021) © Thomas Irlbeck

Heute wurde eine weitere Schicht im Pflanzentrog aufgetragen. Das sieht mir jetzt ziemlich final aus. Jetzt scheint sich die Sanierung der Phase 2b endlich dem Ende zu nähern. Zeit wird’s! Seit dem 01.03. habe ich Lärm im Haus, seit dem 28.04. ein Gerüst vor der Nase. Den ganzen Sommer konnte ich meine Loggia nicht nutzen, und dieses Mal nicht wegen eines Ekelrauchers! Weiterlesen →

MVV-Fahrpreise steigen um durchschnittlich 3,7 Prozent

Quelle: Stadtmagazin

Siemens: Wohnen statt Parken

Otto-Hahn-Ring, Siemens-Parkplatz
Siemens-Parkplatz am Otto-Hahn-Ring (Archiv)

Nach harscher Kritik und Bürgerprotesten: Nun sind die Unterlagen zur Bebauung des nördlichen Siemens-Parkplatzes für die Öffentlichkeit einzusehen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Die Drei von der Kranstelle

Wir sehen: St. Monika (denkmalgeschützt)Marx-Zentrum (nicht denkmalgeschützt) – „Glashäuser“ (Ernst Barth) – SZ-Hochhaus – Grundschule am Karl-Marx-Ring. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke, vielen Dank für das exzellente Panorama!

Die Drei von der Kranstelle
Die Drei von der Kranstelle (14.09.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Noch eine Nachverdichtung nach oben

Die Häuser der Maximilian-Kolbe-Allee 8 bis 12 in Neuperlach Süd werden derzeit um zwei bzw. drei auf einheitlich sechs Geschosse aufgestockt. Es entstehen 43 zusätzliche Wohnungen. Lesereinsendung, vielen Dank!

Mehr Infos: Immobilienmanager

Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung

Weiter Aufstockungen in Neuperlach:

Hotel Königshof

Neubau des Hotels Königshof im expressionistischen Stil
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck

Für den Entwurf des Neubaus zeichnen sich die spanischen Architekten Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano verantwortlich. Von der Optik erinnert nichts mehr an das alte Hotel Königshof. Die expressionistische Fassade bietet einen starken Kontrast zu den umliegenden Gebäuden – dem denkmalgeschützten Nachkriegs-Kaufhausbau (vom Stachus-Rondell aus gesehen links) und dem ebenfalls denkmalgeschützten neubarocken Justizpalast (rechts). Dass der Neubau über neun statt sechs Geschosse verfügen wird, geht da schon fast unter.

Die Fassade ist – ebenso vom Stachus-Rondell aus gesehen – vertikal dreigeteilt. Diese Fassadenteile sind dabei so verschoben und gekippt, dass das doch ein Stück entfernte Stachus-Rondell noch einmal angedeutet wird. Die Fassade öffnet sich – akzentuiert durch einen senkrechten Spalt – quasi dem Betrachter, der auf diese Weise das Gefühl bekommt, nicht vor einer Blackbox zu stehen, sondern auch ein wenig in das Gebäude reinschauen und am Geschehen teilhaben zu können, selbst wenn er es gar nicht betritt.

Mit der Fassadenform wird der außerdem ohnehin schon runde Charakter des Stachus (Google-Maps zeigt das ganz gut) nun auch über die Hotelfassade betont und fortgeführt, was der alte Bau mit seiner geraden Fassade nicht leistete. Die Fassadenteile sind dabei unregelmäßig ausgeführt, was die Dominanz noch verstärken dürfte. In Worte ist das schwer zu fassen, daher soll an dieser Stelle an den Entwurf ist dem Artikel der Süddeutschen Zeitung verwiesen werden: Neubau am Stachus – Neunstöckiges Ausrufezeichen
Der Neubau wird über 95 Zimmer bzw. Suiten verfügen (bislang 71 Zimmer und 16 Suiten). Das Restaurant wird nun in die oberste Etage kommen, um einen Panoramablick über die Stadt zu ermöglichen.
Noch disees Jahr das neue Hotel eröffnet werden – was von Anfang an ein ambitionierter Zeitplan war, der nun endgültig nicht mehr zu schaffen sein dürfte.

Mehr zum Thema:

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck

Neuer Asia-Laden bei uns im Marx-Zentrum hat eröffnet

Einkaufskorb
Lizenz: Public Domain

Links neben dem Restaurant Naan ‘n’ Curry hat heute, 13.09.2021, ein pakistanisch-indischer Lebensmittelmarkt eröffnet. Das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten in unserem Marx-Zentrum hat sich erfreulicherweise weiter vergrößert Noch fehlen ein paar Kleinigkeiten wie die Außenreklame.

Ursprünglich war hier am Peschelanger 13 ein Obstladen ansässig, später dann ein asiatischer Lebensmittelladen. Die Bubble-Tea-Bar Chibabu hatte hier auch ein kurzes Gastspiel, ebenso eine Filiale der Münchner Bank sowie der Pflegedienst „Vitalpflege“ – als Ergänzung zur Hauptfiliale, die sich ebenfalls im Marx-Zentrum befand (Peschelanger 11). Letztens wurde in dem Laden die Fernsehserie „Herzogpark“ gedreht (Neuperlach.org berichtete). Nun also wieder Lebensmittel. Wir wünschen dem neuen Betreiber viel Erfolg!

Kreativität im Uploadfilter hängen geblieben?

Wahlplakat 2021 – Piratenpartei Uploadfilter
Wahlplakat 2021 (13.09.2021) © Thomas Irlbeck

Die Wahlplakate sind dieses Mal langweilig wie nie. Sie sind derart unkreativ, dass ich dieses Mal auf meine traditionelle Wahlplakatschau verzichte bzw. mich auf ein Plakat beschränke. Selbst die Piratenpartei, die sonst für kreative und witzige Plakate bekannt ist, liefert auch nur das hier ab.

Alter Weg weg!

Der Pfad am Hachinger Bach hinter dem Pflegeheim „Ballauf-Hof“ in Perlach wurde neu angelegt. Mit dem niedrigeren Holzzaun (letztes Foto; vielen Dank an Simone Weinzierl für das Foto) war der Weg allerdings früher idyllischer.

Hachinger Bach – Neuer Weg am Ballauf-Hof
Hachinger Bach – Neuer Weg am Ballauf-Hof (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Hachinger Bach – Neuer Weg am Ballauf-Hof
Hachinger Bach – Neuer Weg am Ballauf-Hof (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Hachinger Bach – Neuer Weg am Ballauf-Hof
2018 sah es hier so aus (fast die gleiche Stelle, Blick in die entgegengesetzte Richtung). Foto: Simone Weinzierl

Letzte Schicht im Schacht?

Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Weitere Bodenschicht (09.09.2021) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Karl-Marx-Ring 52-62
Detail (09.09.2021) © Thomas Irlbeck

Großsanierung bei mir in der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52–62. Über drei Jahre hinweg wird eine Betonsanierung durchgeführt. Dazu gehört auch ein neuer Bodenbelag. Statt Fliesen gibt es nun einen strapazierfähigen Bodenbelag, der auch bei Skateboard-Bahnen verwendet wird. Ich habe aufgehört, die Schichten des Bodenbelags zu zählen. Eine Schicht nach der anderen wurde aufgetragen. Die heutige Schicht könnte nun aber die letzte sein, offenbar mit Rutschhemmung. Fotos von heute. Weiterlesen →

Ex-Allianz: Bauzaun-Kunst zeigt Stadt der Zukunft

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Biegung des Zauns wurde geschickt genutzt, damit der Betrachter das Gefühl bekommt, der Wagen würde tatsächlich auf ihn zusteuern!
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Auch das könnte die Zukunft der Stadt sein!

Neuperlach hat ein neues Kunstprojekt. An einem Bauzaun. Ein Bauzaun steht für Veränderung – und nicht nur das. Denn das Englische „town“ (also Stadt) entstand aus einem proto-germanischen Wort, das im Deutschen zu „Zaun“ wurde. „Town“ und „Zaun“ sind damit eng etymologisch verwandt. Eine Stadt ist schließlich genau abgesteckt, quasi eingezäunt (auch wenn wir in Neuperlach Zäune nicht so gerne sehen). Passender geht es kaum noch. Denn genau die Frage, wie könnten Städte zukünftig aussehen, ist das Thema. Bei der Vorbereitung zu diesem Bericht hatte ich auch ein nettes Déjà-vu.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
Das Werk von Katharina Belaga – eine dystopische Stadt mit erstaunlichen Technologien (03.09.2021) © Thomas Irlbeck

Weiterlesen / zum Artikel →

Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum

Neuperlach 1967 bis 1970
Das Plett-Zentrum (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Viele sahen und sehen im Plett-Zentrum eine Betonbausünde aus den 1960er-Jahren, der man keine Träne nachweinen sollte. Doch dies wird dem Bau nicht gerecht. Denn der Gebäudekomplex war etwas Besonderes, er war durchdacht, er hatte seine berühmten Vorbilder und nahm Anleihen bei Stararchitekten. Vieles ist jedoch dem Normalsterblichen nicht bekannt und kann auch nicht mehr erkundet werden, da der Bau schlicht nicht mehr existiert – zum Zeitpunkt dieses Artikels liefen bereits die Abrissaktivitäten des verbliebenen Westteils. Speziell für Interessierte, die den ursprünglichen Bau nie oder nur flüchtig gesehen haben, ist es schwer, mehr zu erfahren. Auch hat nicht jeder das erforderliche architektonische Hintergrundwissen, ebenso sind manche Details nur mit aufwändiger Recherche in Erfahrung zu bringen, wenn sie überhaupt öffentlich zugänglich sind. So weist der Bau einige bemerkenswerte Raffinessen auf. Außerdem war das Plett-Zentrum in stärkerer Weise als Zentrum Neuperlachs konzipiert, als es gemeinhin bekannt ist. Bruno Tamborino entführt uns in die Entstehungsgeschichte des Baus und bringt uns in diesem hochinteressanten Artikel dessen Charakteristika und Eigenheiten nahe. Mit dieser Beschreibung liefert der Autor ein Plädoyer für den Erhalt vergleichbarer Gebäude, im Besonderen in Neuperlach.

Der Zweck dieses Beitrages ist, vom Plett-Zentrum eine Erinnerung zu erhalten und die Gründe seines Verschwindens zu verstehen. Weiterlesen →

Dem Himmel nahe – zumindest von der Farbe

Was für eine tolle Farbgebung! Haus, Zaun und sogar das Fahrzeug in diesem herrlichen Himmelblau. Gesehen heute in Perlach.

Himmelblaues Haus
Himmelblaues Haus (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

Kein Happy End für unser Siedlerhaus

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck
Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

Das kultige Siedlerhaus vor dem Wohnring dürfte fast jeder Neuperlacher kennen. Letztes Jahr wurde bekannt, dass das zweigeschossige Doppelhaus, das schon mal in der Krimiserie „München 7“ von Franz Xaver Bogner eine Rolle spielte, durch ein 9-Parteienhaus ersetzt wird. Die aufkommenden Proteste konnten das Haus leider nicht retten. Das Haus wurde bereits entkernt, wie meine Aufnahmen von heute zeigen. Ein Plot Twist mit Happy End gibt es halt nur im Film, in der Realität ist das selten.

Update: Bereits Mitte September wurde das Haus abgerissen.

So sah das Haus mal aus:

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (24.02.2012). Foto: Casey Hugelfink / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Restaurant der geretteten Lebensmittel eröffnet in Allianz-Kantine

Spaghetti/Tomate
Symbolbild. Lizenz: Public Domain

Die Allianz hat Neuperlach Ende 2020 verlassen. Das jüngere der beiden Gebäude an der Fritz-Schäffer-Straße (das weiße) soll saniert, der (dunklere) Altbau dagegen abgerissen und durch einen höheren Neubau ersetzt werden (Neuperlach.org berichtete). Bis es so weit ist, wird es im Altbau eine Zwischennutzung geben. Konkret entsteht die Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“.

Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Neubau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Albau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck

In der ehemaligen Allianz-Kantine (also Altbau) werden bald (wohl ab 25. September 2021) Gerichte serviert, die aus Lebensmitteln zubereitet werden, die sonst im Müll gelandet wären. Natürlich ist dennoch alles frisch. Das kann z.B. Gemüse sein, das unverkäuflich ist, weil es braune Stellen hat oder von der Form nicht den gängigen Vorstellungen spricht. Ebenso werden abgelaufene, aber noch genießbare Lebensmittel verarbeitet. Es wird zwei verschiedene Mahlzeiten für 5 EUR geben. Das Restaurant verfügt über 100 Plätze.

Außerdem sollen auch Eigenmarken im Glas angeboten werden, die im Einzelhandel und im Onlineshop bestellt werden können. Ganzer Artikel /mehr Fotos →

Zur Website der Community Kitchen →

Quelle: tz

Finanzierung der U5-Verlängerung könnte zum Problem werden: Landkreis sucht Alternativen

Der Druck auf das Verkehrsnetz im Landkreis München steigt. Überall im Umland werden Gewerbegebiete vergrößert, neue Wohnsiedlungen entstehen. Der Südosten boomt. Doch vor allem bei der Nahverkehrs-Erschließung hakt es.

Quelle: Merkur

Auch eine Seilbahn, Magnetschwebebahn und O-Busse werden untersucht.

Neuperlach – ein Autofriedhof?

Schrottauto Heinrich-Wieland-Straße
Schrottauto an der Heinrich-Wieland-Straße (01.09.2021) © Thomas Irlbeck
Schrottauto Heinrich-Wieland-Straße
Schrottauto an der Heinrich-Wieland-Straße (01.09.2021) © Thomas Irlbeck

In der Fritz-Erler-Straße in Neuperlach stehen etliche heruntergekommene und verwahrloste Autos. Das Problem ist bekannt. So geht die Stadt bei den Schrott-Fahrzeugen vor.

Quelle: Abendzeitung

Neuprlach.org hat immer mal wieder Schrottautos in der Fritz-Erler-Srraße und generell in Neuperlach berichtet. Hier ein Beispiel von heute. Ich musste nicht lange suchen. Wir sind hier an der Heinrich-Wieland-Straße.

Nicht Neuperlach, aber hoch!

Ist ein Schild im Wald, wird dieser zum Schilderwald. Wir sehen: Hypo-Hochhaus, Arabella-Hochhaus, BayWa-Hochhaus, Uptown-Tower (höchstes Hochhaus der Stadt), Hochhäuser am Arabellapark, Olympiaturm.

Münchens Höchste
Münchens Höchste (25.08.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Münchens schönster Park

Vor 50 Jahren begannen die Arbeiten für den Ostpark.

Ostpark
Ostpark (25.08.2021) © Thomas Irlbeck
Ostpark
Ostpark (25.08.2021) © Thomas Irlbeck

Perlach Plaza

Wenn’s soweit ist, gibt’s hoffentlich Plazmusik zur Eröffnung!
Perlach Plaza
Perlach Plaza (21.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Perlach Plaza
Perlach Plaza (21.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Perlach Plaza
Perlach Plaza (21.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Die Perlach Plaza auf dem Hanns-Seidel-Platz – das ist unser neuer Marktplatz mit unterirdischer Ladenstadt und überirdischem Gewerbe, Hotel und Wohnbau. Wir bekommen unsere „Neue Mitte“, unser Zentrum, auf das wir so viele Jahrzehnte gewartet haben. (Erst mit dem Kulturhochhaus wird die Neue Mitte komplett sein, dieses soll aber hier kein Thema sein.)

Georg und Marcus Pantel zeigen den Stand der Bauarbeiten an der Perlach Plaza. Im Artikel gibt es weitere Fotos vom Samstag. Vielen Dank! Weiterlesen →

Grundschule am Strehleranger: Treppeneinbau

Grundschule am Strehleranger
Die alte Grundschule am Strehleranger steht nicht mehr, es gibt nur noch ein paar Fotos! (24.03.2019)
Grundschule am Strehleranger
Abgerissen: Grundschule am Strehleranger (24.03.2019)

Wie bereits mehrfach berichtet, wird die Grundschule am Strehleranger neu gebaut. Zum aktuellen Stand: Auch wenn die einzelnen Gebäude bereits die endgültige Höhe erreicht haben, fehlt hier und da etwas Entscheidendem. Etwa Treppen. In dieser Fotoserie sind zwei angelieferte Teile zu sehen. Das längere ist eine tragende Unterkonstruktion, auf die noch die eigentliche, wesentlich breitere Treppe montiert wird.

Grundschule am Strehleranger
Grundschule am Strehleranger – Treppen-Unterkonstruktion (11.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Erfolg ist eine Treppe, keine Tür

Auf dem nächsten Foto sind auf der Oberseite des Objekt schwarze Längsstreifen zu sehen. Dabei dürfte es sich um Hartgummistreifen handeln, auf die noch die eigentlichen Treppenteile gelegt werden. Die Gummistreifen dienen der Dämpfung des Trittschalls, der bei den wepsigen, trampelnden Horden an Schülerinnen und Schülern durchaus ein wichtiges Thema ist.

Hier sind nur einige Fotos zu sehen. Alle Fotos der Serie gibt es hier: Abriss und Neubau der Grundschule am Strehleranger

Grundschule am Strehleranger
Treppen-Unterkonstruktion. Die schwarzen Längsstreifen sind erkennbar (11.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Grundschule am Strehleranger
Treppen-Unterkonstruktion (11.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Das zweite Objekt ist leichter zu erkennen, es ist schlicht und ergreifend ein Treppenelement. Beide Teile schweben an ihren Bestimmungsort.

Grundschule am Strehleranger
Treppenelement (11.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Grundschule am Strehleranger
Treppenelement (11.08.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Erinnerungen an unsere Sonnenuhr

Sonnenuhr Plettstraße
Sonnenuhr am Plett-Zentrum (2010). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach
Sonnenuhr Plettstraße
Sonnenuhr am Plett-Zentrum. Hier wird die Sonnenform erkennbar (08.08.2013) © Thomas Irlbeck

Gestern habe ich über den Kranaufbau an der Montessori-Schule am Plett-Zentrum berichtet. Wir erinnern uns: An der Westseite des ehemaligen Parkplatzes befand sich die Sonnenuhr des Blasius Gerg. Das Kunstwerk aus 13 Granitplatten wurde um 1970 herum errichtet. Leider wurde sie 2013 abgebaut – vorübergehend, wie es hieß. Doch sie kehrte nicht wieder zurück.

Das Besondere an der Sonnenuhr war, dass der Künstler die einzelnen Uhrzeit-Granitsteine durch Einsatz kleinerer heller Steine in der roten Ziegelsteinpflasterung als Linien verlängert hat. Damit wirkt das Ganze wie eine große Sonne. Wohl kein Foto zeigt dies so schön wie dieses:

Mehr Infos: Die Sonnenuhren des Blasius Gerg

Auf die Tube drücken – Wir kriegen einen Betriebshof für unsere Tube

Abstellanlage Neuperlach Süd
Abstellanlage Neuperlach Süd (14.06.2021) © Thomas Irlbeck
Abstellanlage Neuperlach Süd
Abstellanlage Neuperlach Süd (14.06.2021) © Thomas Irlbeck

Unser Bahnhof Neuperlach Süd. Bis heute gibt es nur eine Abstellanlage, die hier zu sehen ist. (Im Vordergrund ist zudem das parallel geführte Gleis der S7 nach Kreuzstraße zu erkennen.) Hier – vom Betrachter rechts im Hintergrund – soll ein zweiter U-Bahn-Betriebshof gebaut werden, der den bestehenden U-Bahn-Betriebshof in Fröttmaning entlastet. Fotos vom 14.06.2021.

Mehr zum Thema →

Ableger mystisch.net

Neuperlach.org hat einen Ableger: mystisch.net. Bin ich nun etwa unter die Esoteriker gegangen? Nein! Aber ich führe nun etwas als eigenständiges Projekt weitere, das es schon lange gibt, das aber auf die Neuperlach-Seite nicht so richtig gepasst hat: die mystischen Orte. Ich will dabei nicht nur Mystery-Begeisterte ansprechen, sondern auch Menschen, die mit den eigentlichen Themen und den Geschichten nichts anfangen können, aber vielleicht besondere, mystische Orte aufsuchen möchten – nicht wegen der Legenden, sondern ausschließlich wegen der Architektur, Natur und Atmosphäre. Zur Website: mystisch.net.

mystisch.net Banner

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Bilder Erfreuliches Kulinarisches Soziales

Ex-Allianz: Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“ (Shaere)

Restaurant der geretteten Lebensmittel eröffnet in Allianz-Kantine

Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Neubau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Spaghetti/Tomate
Symbolbild. Lizenz: Public Domain

Die Allianz hat Neuperlach Ende 2020 verlassen. Das jüngere der beiden Gebäude an der Fritz-Schäffer-Straße (das weiße) soll saniert, der (dunklere) Altbau dagegen abgerissen und durch einen höheren Neubau ersetzt werden (Neuperlach.org berichtete). Bis es so weit ist, wird es im Altbau eine Zwischennutzung geben. Konkret entsteht die Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“.

In der ehemaligen Allianz-Kantine (also Altbau) werden bald (ab 25. September 2021) Gerichte serviert, die aus Lebensmitteln zubereitet werden, die sonst im Müll gelandet wären. Natürlich ist dennoch alles frisch. Das kann z.B. Gemüse sein, das unverkäuflich ist, weil es braune Stellen hat oder von der Form nicht den gängigen Vorstellungen spricht. Ebenso werden abgelaufene, aber noch genießbare Lebensmittel verarbeitet. Es wird zwei verschiedene Mahlzeiten für 5 EUR geben. Das Restaurant verfügt über 100 Plätze.

Außerdem sollen auch Eigenmarken im Glas angeboten werden, die im Einzelhandel und im Onlineshop bestellt werden können.

Zur Website der Community Kitchen →

Es wird neben der Community Kirchen noch weitere Angebote geben – all das läuft unter dem Namen „Shaere“.

Quelle: tz

Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Altbau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Altbau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Allianz
Allianz an der Fritz-Schäffer-Straße – hier der Verbindungstrakt zwischen Alt- und Neubau (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
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Kein Happy End für unser Siedlerhaus

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring, Ottweilerstraße 15 (Ecke Otterfinger Straße) (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

Das kultige Siedlerhaus vor dem Wohnring dürfte fast jeder Neuperlacher kennen. Letztes Jahr wurde bekannt, dass das zweigeschossige Doppelhaus, das schon mal in der Krimiserie „München 7“ von Franz Xaver Bogner eine Rolle spielte, durch ein 9-Parteienhaus ersetzt wird. Die aufkommenden Proteste konnten das Haus leider nicht retten. Das Haus wurde bereits entkernt, wie meine Aufnahmen von heute zeigen. Ein Plot Twist mit Happy End gibt es halt nur im Film, in der Realität ist das selten.

Update: Bereits Mitte September wurde das Haus abgerissen.

Siedlerhaaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck
Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

So sah das Haus mal aus:

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (24.02.2012). Foto: Casey Hugelfink / Lizenz: CC BY-SA 2.0
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Ex-Allianz: Bauzaun-Kunst zeigt Stadt der Zukunft

Neuperlach hat ein neues Kunstprojekt. An einem Bauzaun. Ein Bauzaun steht für Veränderung – und nicht nur das. Denn das Englische „town“ (also Stadt) entstand aus einem proto-germanischen Wort, das im Deutschen zu „Zaun“ wurde. „Town“ und „Zaun“ sind damit eng etymologisch verwandt. Eine Stadt ist schließlich genau abgesteckt, quasi eingezäunt (auch wenn wir in Neuperlach Zäune nicht so gerne sehen). Passender geht es kaum noch. Denn genau die Frage, wie könnten Städte zukünftig aussehen, ist das Thema. Bei der Vorbereitung zu  diesem Bericht hatte ich auch ein nettes Déjà-vu.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Biegung des Zauns wurde geschickt genutzt, damit der Betrachter das Gefühl bekommt, der Wagen würde tatsächlich auf ihn zusteuern! (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Auch das könnte die Zukunft der Stadt sein! (02.09.2021) © Thomas Irlbeck

Der Hintergrund: Die Allianz hat Neuperlach Ende 2020 verlassen. Das jüngere der beiden Gebäude an der Fritz-Schäffer-Straße (das weiße) soll saniert, der (dunklere) Altbau dagegen abgerissen und durch einen höheren Neubau ersetzt werden (Neuperlach.org berichtete). Bis es so weit ist, wird es im Altbau eine Zwischennutzung geben. Konkret entsteht die Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“ (siehe Ex-Allianz: Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“).

Der Allianz-Neubau ist bereits mit Bauzäunen abgeschirmt. Der so wichtige Durchgang durch das LAO-Vierschanzenhaus zum Einkaufszentrum Life und zur Plettstraße ist als etwas schmalere Schneise erhalten geblieben. Baustellen bedeuten normalerweise Lärm und Dreck. Das wird auch hier so sein, aber in Neuperlach ist alles anders (was mein Slogan: „Neuperlach – Das ist München, aber anders!“ aussagt). Auf dem Bauzaun sind auf 200 Metern Kunstwerke unterschiedlichster Art entstanden – Graffiti, aber auch Wandgemälde. Ebenso unterschiedlich sind die Künstler. So unterschiedlich wie wir Neuperlacher.

Das Thema ist: „Wie könnte städtischer Raum eines Tages aussehen?“. Das dahinterstehende Künstlerkollektiv „Der blaue Vogel“ ist nicht unbekannt, jeder Neuperlacher dürfte schon Werke am Quidde-Zentrum gesichtet haben – und an anderen Stellen in München.

Eine dystopische Stadt von Katharina Belaga

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
Das Werk von Katharina Belaga – eine dystopische Stadt mit erstaunlichen Technologien (03.09.2021) © Thomas Irlbeck

Als ich am Bauzaun eintreffe, arbeitet die Künstlerin Katharina Belaga noch an ihrem Werk. Es ist ihr erstes Freiluftprojekt. Das Bild befindet sich in den letzten Zügen. Die letzte Farbschicht wird gerade aufgetragen.

Zu sehen ist eine dystopische Stadt. Zunächst einmal ist es ein Gemälde. Aber das ist nicht alles. Einen im Bauzaun integrierten Sehschlitz hat sie zur Klimasanduhr umfunktioniert. Wenn der Sand komplett durchgerieselt ist, dann ist totale Klimakollaps eingetreten.

Die Menschen in der dystopischen Welt leben in Wohnkapseln, die auf Säulen stehen – links im Bild einzelne, in der Bildmitte ein Konglomerat von Kapseln, das an einen Baum erinnert. Ist das die Form des Hochhauses der Zukunft? Die Kapseln können auf die Straße heruntergelassen werden. Dort sind die in der Lage, wie Autos zu fahren. Wohnen und Reisen werden in stärkerem Maße eins, als es das beste Wohnmobil heute leisten kann.

Nakagin Capsule Tower
Nakagin Capsule Tower: Ein Hochhaus aus Kapseln. Foto: Jordy Meow / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Déjà-vu – Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass ein Hochhaus in Tokio, der aus zwei verbundenen Türmen bestehende Nakagin Capsule Tower, in denen die Wohnungen aus quaderförmigen Kapseln mit kreisrundem Fenstern aufgestapelt sind, abgerissen werden soll. Die Kapseln sollen herabgelassen und an verschiedenen Orten der Welt weiterleben – als Ausstellungsobjekte, aber auch zum Wohnen. Nur fahren wie Autos können sie nicht. Belaga sagte mir, sie kenne das Projekt nicht, habe sich also nicht davon inspirieren lassen. So haben wir hier eine erstaunliche Synchronizität.

Die Wohnkapseln haben bei Belaga Solarschirme, die sich nach Bedarf in Trichter verwandeln lassen, um Regenwasser sammeln zu können.

Dadurch sind die Menschen vor Überschwemmung, Dürren, kosmischer Strahlung und Energiemangel geschützt. Rechts im Bild ist ein Verwaltungsgebäude zu sehen. Es kommt ohne Menschen aus, denn künstliche Intelligenz verwaltet alles. Im Wasser (Mitte) schwimmen Chimären, also genetische Mischwesen.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
Katharina Belaga arbeitet … (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
… (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
… an ihrem Werk (02.09.2021) © Thomas Irlbeck

Die anderen Kunstwerke

Die anderen Kunstwerke stellen eine Reise durch unterschiedliche Stilarten darf. Von ihnen wird eine Auswahl gezeigt, wobei das wörtlich zu nehmen ist. Sie sind hier nur zu sehen, werden aber nicht näher beschrieben. Die Werke sprechen ohnehin für sich. Jeder kann und wird Aussagen finden, auch wenn jeder auch zu unterschiedlichen Interpretationen kommen kann.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
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Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!

Grandiose Graffiti und Entkernungsarbeiten
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Das Quidde-Zentrum wird derzeit für den Abriss vorbereitet und entkernt. Es ist hermetisch abgeriegelt, der Zutritt für Unbefugte strengstens verboten. Von außen sieht man kaum etwas, auch der Bewuchs verhindert Blicke ins Innerste. Doch wie es dort aussieht, muss keine Spekulation bleiben. Denn Georg und Marcus Pantel durften in das Heiligste. Dabei zeigen sie nicht nur den Stand der Entkernung, sondern halten auch die herrlichen Graffiti, die teilweise schon Jahre nicht mehr zugänglich sind, für die Nachwelt fest! Die Fotos sind am 05.07.2021 entstanden. Vielen Dank an die beiden!

Weitere Graffiti: Neuperlach Zoo: Graffiti im Quidde-Zentrum

Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Der Blaue Vogel (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

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Auf der Suche nach dem ersten Postamt Neuperlachs

Ein Post über Neuperlachs erste und längst vergessene Post
Map Postamt Emil-Nolde-Straße
Aktuelle Umgebungskarte im Bereich der Emil-Nolde-Straße. Die Position des alten Postamtes wurde anhand eines alten Stadtplans rekonstruiert und hier eingezeichnet. Quelle: OpenStreetMap, bearbeitet durch Neuperlach.org, Lizenz: Open Database License 1.0

1971 bekam Neuperlach sein erstes Postamt. Die Adresse war Emil-Nolde-Straße 6. Dort beginnt eine langgezogene Bungalow-Siedlung. Der Standpunkt liegt bereits im Stadtteil Michaeliburg (Stadtbezirk Trudering-Riem), auch wenn es nach Neuperlach nur etwa 250 Meter sind. Streng genommen ist es daher nicht Neuperlachs erstes Postamt, aber ein Postamt, das vor allem Neuperlach versorgte.

Wer nun Orientierungsschwierigkeiten hat: In der Nähe des Standpunktes befindet sich die Michaelikapelle sowie ein Spielplatz mit Tarzanbahn. Wie lange das Postamt in Betrieb war, ist mir nicht bekannt. Später (der Zeitpunkt ist ebenso unklar) kam am Standort Kurt-Eisner-Straße (wahrscheinlich Hausnummer 36), Höhe Brittingweg (das ist dort, wo die Brücke über die Ständlerstraße beginnt; auf dem Grundstück befindet sich heute ein Spielplatz), ein weiteres Postamt dazu, das nun wirklich in Neuperlach lag und 1981 durch das Postamt am Hanns-Seidel-Platz ersetzt wurde. Letzteres wiederum zog 2013 ins Einkaufszentrum Life um. 2016 wurde das Postamt am Hanns-Seidel-Platz abgerissen.

Leider verfüge ich weder vom Postamt an der Emil-Nolde-Straße noch vom Postamt an der Kurt-Eisner-Straße über Aufnahmen, auch im Netz habe ich keine gefunden.

Aber schauen wir doch mal, wie es an der Emil-Nolde-Straße heute aussieht. Laut einem alten Stadtplan (von 1974) gab es auf der Südseite der Straße nur ein einziges Gebäude – eben die Post. Das Postgebäude wurde längst abgerissen. Inzwischen stehen dort zwei dreistöckige Gebäude aus jeweils drei Reihenhäusern. Die Hausnummern lauten 6, 8, 10, 12, 14, 16. Die heutige Hausnummer 6 entspricht nicht der alten Position. Das Postgebäude war vielmehr dort, wo heute Haus 10 und 12 stehen.

Emil-Nolde-Straße
Emil-Nolde-Straße,mit Blick Richtung Neuperlach. Das Postamt befand sich hier. Es war schmaler als der heutige Bau und lag etwa in der Mitte des neuen Baus (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Emil-Nolde-Straße
Emil-Nolde-Straße von der anderen Seite, Blick jetzt Richtung Corinthstraße/Bajuwarenstraße (07.08.2021) © Thomas Irlbeck

Interessanterweise steht noch der alte Briefkasten an der Kreuzung zur Max-Beckmann-Straße. Dieser trägt weiter die Adressaufschrift Emil-Nolde-Straße 6, obwohl nun das Haus Emil-Nolde-Straße 16 das nächstgelegene ist.

Briefkasten Emil-Nolde-Straße 6
Briefkasten mit der Adressaufschrift Emil-Nolde-Straße 6 (07.08.2021) © Thomas Irlbeck
Briefkasten Emil-Nolde-Straße 6
Detail Briefkasten (07.08.2021) © Thomas Irlbeck

Die Post war in einem Bungalow untergebracht. Ich war ab 1974 (dem Jahr meines Einzugs ins Marx-Zentrum) unzählige Male in dieser Post. Nach meiner Erinnerung war es ein normaler Bungalow wie auch die ganzen als Wohnhäuser genutzten Bungalows. Für mich stellte es sich so dar, dass man einen der Wohnbungalows vorübergehend als Postamt nutzte. Doch die Erinnerung könnte täuschen, laut Stadtplan war das Gebäude wohl deutlich größer als die anderen Bungalows.

An dieser Stelle sind die Leser aufgerufen: Wer hat noch Fotos von der ersten und zweiten Neuperlacher Post und stellt sie hier zur Verfügung?

Quelle

Münchner Handstempel – Neues Postamt ab 1971 in der Emil-Nolde-Str. 6

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Bilder Natur/Umwelt(schutz) Video Wetter

Isar-Hochwasser 2021

Blick von der Maximiliansbrücke. Die Meldestufe 2 wurde erreicht. Wieder einmal gibt es einige unvernünftige Leute. Gemeint sind jetzt nicht die Fotoreporter, die von sicherem Gelände aus ihre Bilder machen:

Isar-Hochwasser in München: Schwimmer trotz Badeverbots im Wasser! Weil Gefahr für Leib und Leben besteht, hat die Stadt ein Bade- und Bootsfahrverbot auf der Isar erlassen. Einige Personen gingen trotz des Verbots ins Wasser.

Quelle: Abendzeitung

Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Isar-Hochwasser 2021
Isar-Hochwasser 2021 (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
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Bilder Natur/Umwelt(schutz)

Steine in den Weg legen

Quarzstein Neuperlach
Quarzstein (05.07.2021) © Thomas Irlbeck

Bei uns liegen nicht nur profane Felsbrocken (meist als Parkhemmnisse und damit ästhetischere Polleralternative) in der Gegend herum, sondern auch mindestens ein Edelstein (Quarz).

Quarzstein Neuperlach
Quarzstein (05.07.2021) © Thomas Irlbeck
Quarzstein Neuperlach
Quarzstein (05.07.2021) © Thomas Irlbeck
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Quidde-Zentrum: der Abriss

Was keiner mehr für möglich gehalten hat, wird nun wahr. Der Abriss des Quidde-Zentrum hat begonnen. Es wird höchste Zeit. Vor fast 10 Jahren schloss dort der letzte Lebensmittelmarkt. Nach einer Zwischennutzung durch Künstler steht die Ruine seit Mitte 2019 leer und verfiel immer weiter.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021). Foto: Lesereinsendung
Map Umleitung Quidde-Zentrum 2021
Wer das Neuperlacher Fußwegsystem zwischen Strehleranger und Plett-Zentrum benutzen will, muss die grün eingezeichnete Umleitung nehmen. Für Radfahrende ist sie ungeeignet, da für den östlichen Brückenanfang nur eine steile Treppe ohne Rampe zur Verfügung steht. Lizenz: Open Database License 1.0

Jetzt wurde das gesamte Gelände, auch der Parkplatz abgesperrt. Die Brücke über die Quiddestraße kann nur noch über den Zugang der ehemaligen Möbelapotheke benutzt werden. Es steht nur eine Treppe ohne Rampe zur Verfügung. Die Treppe findet sich direkt unterhalb der Brücke in unmittelbarer Nähe der Haltestelle Nawiaskystraße 197 Innenring.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck

05.07.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.07.2021) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder vom 05.07.2021: Quidde-Zentrum – Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!

Quidde-Zentrum: Abriss begonnen (Fotos vom 22.09.2021)

Nun sind die ersten Mauern gefallen.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck

Der Abriss geht unaufhaltsam weiter (23.09.2021)

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
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Architektur Mystisches/Legenden

Die Anschläge vom 11. September: In puncto Numerologie auch bei uns 911-Zwillingstürme

Terroranschläge vom 11. Seeptember
Foto: Michael Foran (Flickr) / Lizenz: CC BY 2.0

„911“ steht bekanntlich als Schreckenssymbol für die islamistischen Terrorattentate vom 11. September 2001 in New York, bei denen Terroristen zwei Passagiermaschinen in die beiden Türme des World Trade Centers lenkten. Beide Gebäude stürzten dann ein, wie wir alle wissen.

Weniger bekannt dabei ist, dass 911 nicht nur das Datum in amerikanischer Schreibweise darstellt (dort wird erst der Monat und dann der Tag geschrieben), sondern auch die Notrufnummer in den USA. Eine weitere Verbindung zum Thema Unglück.

In Neuperlach mussten wegen der Einflugschneise des Flughafens Riem, der inzwischen längst stillgelegt ist, die meisten Häuser (gerechnet mit allen Aufbauten wie Fahrstuhlbetriebsräumen) unter 25 Metern und damit knapp unter der Grenze für echte Hochhäuser bleiben. Laut allgemeiner Definition muss der Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über der festgelegten Geländeoberfläche liegen, damit ein Haus als Hochhaus gilt (Quelle: Brockhaus Wissenschaft und Technik). In der Praxis bedeutete das, bei 8 Stockwerken (9 Geschossen) war Schluss.

Es gibt aber auch eine Reihe von Ausnahmen. Gebäude, die außerhalb der Hauptflugschneise liegen, durften bis zu 65 Meter hoch werden.

Die beiden höchsten Gebäude unseres Stadtteils bringen es daher doch auf immerhin 17 Stockwerke (18 Geschosse). Die Höhe beträgt jeweils 64,14 Meter. Sie stehen nahe beieinander und können durchaus als Zwillingstürme gesehen werden. Von uns Neuperlachern werden die die beiden am Gerhart-Hauptmann-Ring liegenden Wohnhäuser (in Nähe des pep, des größten Münchner Einkaufszentrums) auch oft so bezeichnet.

Der erste Turm wurde 1975 fertiggestellt, der zweite 1982. Bei der Fertigstellung waren also die Terroranschläge vom 11. September noch ganz, ganz weit weg.

Hausnummern 9–11 für diese Zwillingstürme!

Zwillingstürme in Neuperlach
Zwillingstürme in Neuperlach, links Haus 11, rechts Haus 9 (Archiv). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach

Ein durchaus makabrer Zufall ist, dass die beiden Türme ausgerechnet die Hausnummern 9 (der 1975 fertiggestellte Bau) und 11 (der 1982 fertiggestellte Bau) erhalten haben.

Zwillingsturm 9
Zwillingsturm 9 (Foto von 2021)
Zwillingsturm 11
Zwillingsturm 11 (Foto von 2021)
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Bilder Kunst und Denkmäler

Glyptotheke goes NPL

Glyptotheke
Die Lätare-Kirche mit der Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck

Die „Glyptotheke“ wandert zwei Jahre durch Neuperlach. Bis ca. September 2021 ist sie an der Lätare-Kirche an der Quiddestraße zu finden.

Aber was ist die „Glyptotheke“? Es sind Stufen aus Seekiefer-Sperrholzplatten, auf denen man sitzen kann.

Natürlich ist die Glyptothek am Königsplatz der Namensgeber. Dort war sie 2019/2020 ein Projekt zur vorübergehenden Erhaltung der Aufenthaltsqualität am Königsplatz. Während das Gebäude mit der Sammlung antiker Skulpturen renoviert wurde, sollte der Treffpunkt im öffentlichen Raum nutzbar bleiben. Dabei wurden die Sitzstufen des Sockels im virtuellen Sinne hinter dem Bauzaun hervorgeholt – und in Gestalt eines Holzobjektes auf dem Königsplatz aufgestellt.

Glyptotheke
Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
Glyptotheke
Die Lätare-Kirche mit der Glyptotheke (ganz links) (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
Glyptotheke
Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
Glyptotheke
Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
Glyptotheke
Glyptotheke und eine Bücherzelle (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
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Bilder Natur/Umwelt(schutz)

Schwantastisch!

Schwanenfamilie mit vier erst einen Tag alten Jungen. Gesehen am Ostparksee. Vielen Dank für die Fotos!

Schwäne Ostpark
Schwanenfamilie (09.06.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Schwäne Ostpark
Schwanenfamilie (09.06.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Schwäne Ostpark
Schwanenfamilie (10.06.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Eines von den vier Küken ist in das Gefieder seiner Mutter eingedrungen und wie ein Kapitän oben zu sehen.

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Bilder Kunst und Denkmäler Marodes

Neuperlach Zoo: Graffiti im Quidde-Zentrum

Neuperlach Zoo
Neuperlach Zoo (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Das abbruchreife Quidde-Zentrum dürfte der Ort mit den besten Graffiti in ganz Neuperlach sein. Mit den vielen gezeigten Tieren ist ein ganzer Zoo entstanden, der auch noch so heißt („Neuperlach Zoo“). Allerdings begann Anfang Juli 2021 der Abriss.

Weitere Graffiti gibt es hier: Quidde-Zentrum – Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!

Bilderserie 2017

Leider sind seit 2019 die meisten Bereiche gesperrt. Daher erinnern wir uns noch mal an das Quidde-Zentrum, das damals noch begehbar war. Die Bilderserie ist 2017 entstanden. Lesereinsendung, vielen Dank!

Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Lesereinsendung

2018

Graffiti Quidde-Zentrum
Gab es weiter oben schon mal. aber hier ist es perspektivisch entzerrt. Zudem so schön, dass man es zweimal zeigen kann! (03.08.2018) © Thomas Irlbeck

Bilderserie 2021

Auch wenn das Quidde-Zentrum nicht mehr begehbar ist, gibt es von außen, auch vom weiterhin offenen Parkplatz, viel zu sehen. Die Bilder haben Georg und Marcus Pantel angefertigt, vielen Dank! Das war gerade noch rechtzeitig, denn Anfang Juli 2021 begann der Abriss.

Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
Graffiti Quidde-Zentrum
Foto: Georg und Marcus Pantel
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Das hat sich gewaschen! – Unsere Waschboxen

Waschboxen Quidde-Zentrum 1
Waschboxen Quidde-Zentrum (03.06.2021). Foto: Lesereinsendung

Einige Wohnanlagen haben ja diese Waschboxen. Dort durfte man früher offiziell das Auto waschen. Das gehörte wohl zur autogerechten Stadt. Als solche wurde Neuperlach bekanntlich angelegt, obwohl auch für Fahrradfahrende und Fußgehende sehr viel getan wurde. Dann wurde es vermutlich aus Kosten- und Umweltschutzgründen verboten. Gelegentlich wurden die Boxen auch zum Ölwechsel und als Werkstattplatz für Autoreparaturen genutzt. Nun verfallen die Waschboxen. Zu sehen sind hier Waschboxen am Quidde-Zentrum und am Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße. Lesereinsendung, vielen Dank!

Waschboxen Quidde-Zentrum 2
Waschboxen Quidde-Zentrum (03.06.2021). Foto: Lesereinsendung
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße 1
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße (03.06.2021). Foto: Lesereinsendung
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße 2
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße (03.06.2021). Foto: Lesereinsendung
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße 3
Waschboxen Karl-Marx-Ring, Ecke Heinrich-Wieland-Straße (03.06.2021). Foto: Lesereinsendung

Update Plettstraße

Auch in der Plettstraße gibt es noch Waschboxen. Diese hier sehen besonders gruselig aus.

Waschboxen Plettstraße
Waschboxen Plettstraße (06.06.2021). Foto: Lesereinsendung
Waschboxen Plettstraße
Waschboxen Plettstraße (06.06.2021). Foto: Lesereinsendung
Waschboxen Plettstraße
Waschboxen Plettstraße (06.06.2021). Foto: Lesereinsendung
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Pfahlstadt bei Pandion Verde im Alexisquartier: Pfeilgerade versenkt

Alexisquartier Pandion Verde Map
Alexisquartier: Pandion realisiert hier sein Projekt Pandion Verde mit zunächst 133 Eigentumswohnungen (WA 8)

Immer werde ich gefragt, was da Seltsames im Alexisquartier abgehe – im wahrsten Wortsinn, denn es geht dort ja nach unten. Seit Ende März dieses Jahres werden unter lautem Getöse und unzähligen Hammerschlägen lange Pfähle aus Stahlbeton in die Erde gerammt. Der Vorgang ist in weiten Teilen Neuperlachs und Truderings deutlich wahrnehmbar. Inzwischen ist eine grotesk anmutende Pfahlstadt entstanden mit Pfählen, die verschieden weit aus dem Boden herausstehen.

Pfahlstadt

Zu finden ist diese „Pfahlstadt“ an dem Ende des Alexiswegs, das näher am Graf-Zentrum/Handwerkerhof liegt – auf Höhe der zukünftigen Zenzl-Mühsam-Straße. (Am anderen Ende des Alexiswegs baut bekanntlich Demos. Dort sind die ersten Häuser bereits fertiggestellt; um die Jahreswende 2020/2021 sind die ersten Bewohner eingezogen.)

Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Was jetzt noch sehr seltsam aussieht und für viele Fragen sorgt, ist in Wirklichkeit die Vorbereitung für – wer hätte es gedacht – den Bau von Wohnhäusern. Dabei realisiert das Kölner Unternehmen Pandion sein Projekt Pandion Verde. In zwei Bauabschnitten werden 256 Eigentumswohnungen entstehen. Derzeit wird am ersten Abschnitt WA 8 mit 133 Wohnungen gearbeitet. Die Häuser werden fünf Stockwerke aufweisen und voraussichtlich 2023 bezugsfertig sein.

Pfahlgründung bei zu geringer Tragfähigkeit

Die Erklärung für die Pfähle ist relativ einfach. Der Untergrund ist zu weich und daher muss ein Weg gefunden werden, eine ausreichende Tragfähigkeit zu erzielen. Sonst könnten im schlimmsten Fall später Schäden an den Häusern entstehen, sollte der Untergrund nachgeben. Man nennt das hier eingesetzte Verfahren Pfahlgründung.

Pandion Verde Pfahlstadt
Der Pfahl wird versenkt (30.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Dabei werden nebeneinander viele Pfähle in die Erde geschlagen, die hier jeweils in der Regel 13 Meter lang sind. Über jeden versenkten Pfahl wird ein weiterer, etwas kürzerer  Pfahl (meist 9 oder 10 Meter) aufgesetzt und mit einer Kupplung verbunden. Diese Konstruktion wird dann weiter versenkt, sodass die Pfähle faktisch auf eine Länge von bis zu 23 Metern kommen. Warum nimmt man nicht gleich längere Pfähle mit der gewünschten Länge? Ganz einfach, längere Pfähle als 13 Meter würden die Kapazität von Satttelschleppern sprengen und auch das Rammgerät hat Obergrenzen für ein einzelnes Pfahlelement. Das hier Beschriebene sind spezifische Parameter für diese Baugrube. An anderer Stelle kann das stark variieren, vor allem, was die Zahl der Kupplungen angeht. Das auf Pfahlgründung spezialisierte Bauunternehmen Aarsleff, das auch bei Pandion Verde zum Einsatz kommt, hat etwa bei einem Projekt in der Nähe des Bodensees gekuppelte Pfähle mit bis zu 55 Metern Gesamtlänge versenkt.

Pandion Verde Pfahlstadt
Kupplungsvorgang zur Verbindung zweier Pfähle (30.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Auf die Pfähle kommt dann die Bodenplatte des Kellers. Dabei wird aber die Last nicht von den Pfählen selbst getragen, sondern von den stabileren Bodenschichten unterhalb der Pfähle. Konkret wird der Druck durch die Reibung der Pfähle mit dem Baugrund (Mantelreibung) und den Spitzendruck der Pfähle abgetragen. Anders ausgedrückt überbrücken die Pfähle die Bodenschichten, die nicht ausreichend tragfähig sind.

Auf den Fotos und vor Ort mag die Perspektive etwas täuschen. Es sieht eher so aus, als würden die Pfähle bis ins Erdgeschoss und sogar darüber hinausragen. Doch tatsächlich ist schon ein Kellergeschoss abgegraben worden. Da es keine Steilwand gibt, sondern nur ein sanftes Gefälle, ist das nicht so gut wahrnehmbar. Der Keller wird auch nicht so tief, nur ein Kellergeschoss ist vorgesehen. Punktuell geht es aber tiefer, da Duplex-Garagen vorgesehen sind.

Mitte Juni soll die Pfahlgründung beendet sein. Danach wird 20 bis 30 cm Kies derart ausgebaggert, dass alle Pfähle aus dem Boden schauen. Dann werden die Pfähle auf eine einheitliche Höhe gekappt. Darauf kommt dann die Keller-Bodenplatte.

Dass einzelne Pfähle relativ weit und unterschiedlich herausstehen, liegt daran, dass die Pfähle mit vertretbarem Aufwand nicht weiter versenkt werden konnten, da punktuell härtere und damit wie gewünscht tragfähige Schichten erreicht wurden. Das ist also letztlich so gewünscht.

Gründe für die verringerte Tragfähigkeit

Warum aber ist der Boden an diesem Bauabschnitt relativ weich? Hier wurde früher Kies abgebaut. Später wurde das mit Erde und Bauschutt aufgeschüttet. Das bedeutet aber nicht, dass bei den anderen Bereichen des Alexisquartiers, die schon fertiggestellt oder noch im Bau sind, bester, tragfähiger Schotter die Basis war. Auch dort gab es zumindest teilweise auch weichere Bereiche, bei denen aber dann ein anderes Verfahren, nämlich Bohren und anschließendes Betonpfahl-Gießen eingesetzt wurden. Jedes Verfahren hat Vor- und Nachteile. Die Anwohner spüren bis heute bei der Pfahlgründung den Nachteil der besonders hohen Geräuschemission. Dafür müssen aber keine Unmengen an Betonmischern durch die halbe Stadt fahren, um den Beton zum Pfahlgießen anzukarren.

Namensherkunft Pandion Verde

Pandion ist die Immobilienfirma, der Ausdruck ist sehr wahrscheinlich altgriechischer Herkunft. Über weitere Hintergründe schweigen sich die Quellen aus.  Weit besser gesichert ist der zweite Teil, der eigentliche Projektname. Das verde ist Spanisch und steht schlicht für „grün“ und (das) „Grün“. Auch in anderen romanischen Sprachen gibt es verde oder einen ähnlichen Begriff. Zurückzuführen ist verde auf Lateinisch viridis, das für „grün, grünlich“ und im übertragenen Sinne für „frisch, munter, jugendlich, rüstig“ steht. Im Englischen findet sich verdure, das „Grün“ und „Kraft“ bedeutet. Die indogermanische Wurzel für verde lautet „weys“, aus dem später deutsch „Wiese“ wurde. Pandion Verde bedeutet also etymologisch schlicht „Wiese“, ist das nicht traumhaft?

Bilderstrecke

Pandion Verde Pfahlstadt
Ein Pfahl wird in Position gebracht (06.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier (06.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Angelieferte Pfähle mit Meterangaben (29.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt mit einigen der bereits bestehenden Alexisquartier-Häusern (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier, im Hintergrund hinter der Alexisweg (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier, auch hier ist im Hintergrund hinter der Alexisweg erkennbar (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Hochbauarbeiten starten (16.07.2021)

Pandion Verde
Ausblick auf die Alexisquartier-Baustelle (oben) und auch ein wenig auf die Baustelle der Grundschule am Karl-Marx-Ring. Dr Pfeil markiert den eben aufgestellten Kran im Quartier Pandion Verde. Unten ist das Phönix-Pflegeheim zu sehen (16.07.2021) © Thomas Irlbeck

Nachdem die Pfahlgründung beendet wurde, starten nun die Hochbauarbeiten. Gestern wurde der erste Kran aufgestellt.

Mein Blick von meinem Fensterbankerl zeigt den Kran auf der rechten Seite hinter des langgezogenen Wohnbaus am Karl-Marx-Ring 75-83, Ecke Hugo-Lang-Bogen. Der Pfeil erleichtert das Auffinden.

Pandion Verde
Der erste Kran für Pandion Verde (17.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Der erste Kran für Pandion Verde (17.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Pandion Verde-Baustelle mit den versenkten Pfählen und dem ersten, eben aufgestellten Kran (links) (17.07.2021) © Thomas Irlbeck

Kran #2

Am Dienstag, den 20.07.2021, wurde der zweite Kran aufgestellt.

Pandion Verde
Kran #2 bei Pandion Verde (21.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Eine speziellere Ansicht, auch ganz nett (21.07.2021) © Thomas Irlbeck

Stand August

Pandion Verde Pfahlstadt
Pandion Verde (06.08.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde Pfahlstadt
Pandion Verde 06.08.2021) © Thomas Irlbeck

 

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Mini-Stonehenge in Waldperlach

Wir stellen uns einmal vor, es gäbe nur wenige Meter von Neuperlach entfernt einen Steinkreis, der an Stonehenge erinnert. Das klingt recht abenteuerlich. Und dennoch ist etwas dran. Unweit des U-Bahnbetriebshofes in Neuperlach Süd im Rockinger Wald, der bereits zu Waldperlach gehört, findet sich so ein Steinkreis. Genau genommen sind es sogar zwei, die nur wenige Meter auseinanderliegen. Einer besteht aus sieben aufrecht stehenden Steinen (im Folgenden „Hauptsteinkreis“ genannt), beim anderen sind die Steine in den Boden eingelassen („Bodensteinkreis“).

Keltischer Steinkreis Waldperlach
Der Hauptsteinkreis im Rockinger Wald. Auch wenn der Namensursprung nicht damit zu tun haben dürfte, passt er gut: engl. rock=Felsen (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Der Bodensteinkreis liegt nur wenige Meter vom Hauptsteinkreis entfernt (14.05.2021) © Thomas Irlbeck

Die Steinkreise

Beide Steinkreise sind natürlich nicht so imposant wie das Original. Der Hauptsteinkreis erinnert auch nur ganz entfernt an Stonehenge. Nicht nur in der Größe und der Steinanzahl liegt der Unterschied, sondern es fehlen bei der Kopie auch waagrecht angebrachte Steine.

Schön anzuschauen sind die Steinkreise aber allemal. Es ist ein netter Ort für eine kleine Sause oder zum Meditieren.

Entstehung der Steinkreise

Google Maps gibt den Hauptsteinkreis als „Keltischen Steinkreis“ aus, der Bodensteinkreis ist nicht eingezeichnet. OpenStreetMap kannte bei der Erstellung dieses Artikels beide Steinkreise nicht.

Im Netz findet sich praktisch nichts zur Entstehung und zur Geschichte, nicht einmal das Entstehungsjahr. Es darf getrost angenommen werden, dass es sich nicht wie beim Original um eine historische, über 4.000 Jahre altes Anlage aus der Jungsteinzeit mit Ambitionen auf ein frühzeitliches Observatorium handelt, sonst wäre der Ort längst weltberühmt.

Stonehenge
Stonehenge. Lizenz: Public Domain

Aber könnte es sich um weniger bedeutende historische Steinkreise handeln, die als Kultort dienten, in Verbindung mit einer Grabanlage stehen oder deren Zweck nebulös bleibt? Solche Steinkreise gibt es nicht nur in Europa eine ganze Reihe, auch in Deutschland, etwa den Boitiner Steintanz in Mecklenburg-Vorpommern, der aus gleich vier Kreisen besteht.

Wohl kaum. Denn die Anlagen sind nicht im Bayerischen Denkmalatlas verzeichnet, der als vollständig und zuverlässig angesehen werden kann. Auch macht die Anlage nicht den Eindruck, antik zu sein. So muss davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Kunstaktion handelt. Seltsam ist nur, dass es offenbar keine weiteren Informationen dazu gibt. Das Fehlen einer Entstehungsgeschichte verleiht dem Ort aber auch wieder eine gewisse Mystik.

Bilderstrecke Hauptsteinkreis

Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Hier kann man „Teile“ lesen. Ob die alten Kelten auch „geteilt“ haben? (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Was hier steht, ist kaum zu entziffern (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck
Keltischer Steinkreis Waldperlach
Keltischer Steinkreis Waldperlach (14.05.2021) © Thomas Irlbeck

Lage/Anfahrt

Map Keltischer Steinkreis
Umgebungskarte Keltischer Steinkreis. Quelle: OpenStreetMap, bearbeitet durch Neuperlach.org, Lizenz: Open Database License 1.0

Der Rockinger Wald, der vereinzelt auch als „Rockinger Park“ bezeichnet wird, gehört zur Grünanlage „Im Gefilde“ und schließt diese vom Süden ab. Besonders bekannt in der Grünanlage ist der beliebte Skatepark.

Die Steinkreise kann man von der U-Bahnbetriebsanlage Neuperlach Süd (der beschrankte Bahnübergang ist ganz in der Nähe) aus erreichen oder über die Grünanlage „Im Gefilde“. Leichter zu finden für nicht Ortskundige ist erstere Variante. Dabei folgt man der Arnold-Sommerfeld-Straße bis zum Abzweig Lise-Meitner-Weg. Ab hier ist der Weg für Autos gesperrt, nur für Fußgehende und Radfahrende ist der Weg frei, die dem Lise-Meitner-Weg bis zum Ende folgen. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter auf einem Trampelpfad.

Vielversprechender Versuch, das Rätsel zu lösen

Da das Gelände „Rockinger Wald“ bzw. „Rockinger Park“ heißt, hatte ich eine Idee. Es gibt den Münchner Landschaftsgärtner Andreas Rockinger. Seine Berufskollegen haben in der Nähe in Taufkirchen (also nicht besonders weit entfernt) einen Park angelegt. Meine Idee war nun, dass der Wald nach seinem Vater oder Opa benannt wurde und Andreas Rockinger die beiden Steinkreise realisiert hat. Der Name Rockinger ist ja jetzt nicht gerade häufig anzutreffen.

Dich eine Recherche war ernüchternd. Die Namensgleichheit ist doch ein Zufall. Andreas Rockinger ist für die beiden Steinkreise nicht verantwortlich. Ich bedanke mich bei ihm für die sehr freundliche Antwort. Aber das Rätsel bleibt weiterhin ungelöst.

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Pac-Man frisst Covid-19

Krautgarten am Strehleranger. Hier ist dieses schöne Kunstwerk „Pac-Man frisst Covid-19“ zu sehen. Immerhin: Die Infektionszahlen gehen nun zurück!

Pacman frisst Covid-19
Pac-Man frisst Covid-19 (09.05.2021) © Thomas Irlbeck
Pacman frisst Covid-19
Pac-Man frisst Covid-19 (09.05.2021) © Thomas Irlbeck
Pacman frisst Covid-19
Pac-Man frisst Covid-19 (09.05.2021) © Thomas Irlbeck
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Neuperlach noch internationaler!

Generalkonsulat Kosovo/Albanien
Foto: Lesereinsendung, vielen Dank! (03.05.2021)

Ab heute befinden sich die Generalkonsulate von Kosovo und Albanien in Neuperlach. Konkret im Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße 62, 3. OG. (die Montessori-Schule wird derzeit vor dem Haus errichtet). Der vorherige Sitz der Konsulate war in der Ehrenbreitsteiner Straße in Moosach.

Es handelt sich um die ersten Generalkonsulate in Perlach.

Unverkennbar in der Scheibe als Spiegelbild: unser beliebtestes Einkaufszentrum nach dem pep, das Life.

Generalkonsulat Kosovo/Albanien
Generalkonsulate Kosovo und Albanien (03.05.2021) © Thomas Irlbeck
Generalkonsulat Kosovo/Albanien
Landesflaggen vor den Generalkonsulaten von Albanien (links) und Kosovo (03.05.2021) © Thomas Irlbeck
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Trixi-Spiegel bei uns in Neuperlach

Trixi-Spiegel
Trixi-Spiegel an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße (quer)/Fritz-Schäffer-Straße (24.04.2021) © Thomas Irlbeck

Immer wieder kommt es an Kreuzungen beim Rechtsabbiegen zu schweren Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern. 2019 starb auf der Corneliusbrücke in München ein Elfjähriger, da der Fahrer eines Lastwagens beim Rechtsabbiegen den Schulbuben auf seinem Fahrrad übersehen hatte. Weitere Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten folgten – auch in München.

Trixi-Spiegel
Trixi-Spiegel an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Fritz-Schäffer-Straße (24.04.2021) © Thomas Irlbeck

Die Ursache für solche Unfälle liegt vor allem im toten Winkel. Rechts und vor einem Lkw oder Bus befindliche Verkehrsteilnehmer sind für den Fahrer oft nicht oder nicht hinreichend sichtbar – weder über die Spiegel im Fahrzeug noch über einen Schulterblick.

Sogenannte Trixi-Spiegel sollen hier eine Verbesserung bringen. Die an Mittelinsel-Fußgängerampeln angebrachten Konvexspiegel zeigen aus Fahrbahnsicht die Szenerie rechts und vor dem Fahrzeug. Verkehrsteilnehmer, die sich früher im toten Winkel befunden hätten, werden sichtbar. Studien haben ergeben, dass Trixi-Spiegel die Unfallzahlen tatsächlich sinken können.

Heute sind sie mir diese Trixi-Spiegel das erste Mal in Neuperlach aufgefallen – an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Fritz-Schäffer-Straße.

Trotz Verbesserung durch die Spiegel wird dringend empfohlen, sich nicht alleine auf die Trixi-Spiegel zu verlassen. Diese bieten zwar eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Im schlechtesten Fall täuschen sie Sicherheit aber auch nur vor. Speziell als Fahrradfahrer und Fußgänger sollten man sich vergewissern, dass ein etwaiger nebenher oder hinter einem fahrender Bus oder Lkw beim Rechtsabbiegen nicht nur an der Ampel abbremst, sondern auch tatsächlich stehenbleibt und einen vorbeilässt. Das Vorbeifahren/-gehen als Radfahrer/Fußgänger am wartenden Fahrzeug erfolgt am besten mit möglichst großem Sicherheitsabstand, damit bei einem plötzlich doch anfahrenden Fahrzeug noch eine gewisse Chance besteht, sich mit einem Schlenker oder Sprung zu retten. Auch das Aufnehmen eines Blickkontakts zum Fahrer ist ratsam. Das eigene Leben hat eine höhere Priorität als das Recht auf Vorfahrt – was aber offenbar nicht alle so sehen. Im Zweifelsfall sollte man als Radfahrer oder Fußgänger den Bus oder Lkw passieren lassen und nicht auf die eigene Vorfahrt bestehen.

Probleme bei Verkehrsspiegeln generell sind, dass die Szenerie verkleinert und verzerrt dargestellt wird und daher im ungünstigsten Fall Verkehrsteilnehmer doch übersehen werden können. Ferner kann es durch Scheinwerfer und Sonneneinstrahlung zu Blendeffekten kommen, was die Darstellung einschränkt. Durch Vandalismus (Aufkleber, mutwilliges Verstellen der Spiegel) können die Spiegel zudem unbrauchbar gemacht werden, ohne dass es immer sofort auffällt.

Namensherkunft Trixi-Spiegel

Der Name „Trixi“ hat nicht etwa mit der Zahl 3 zu tun, wie man zunächst annehmen könnte. Vielmehr heißt die Tochter von Ulrich Willburger, die 1994 bei einem Abbiege-Unfall von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden war, Beatrix. Als Reaktion entwickelte Willburger den Spiegel und benannte ihn nach seiner Tochter.

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Noch ein Neubau: Montessori-Schule

Montessori-Schule
So soll es einmal aussehen. Foto: ECHO-CORESTATE
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Der Parkplatz zwischen dem Life und dem Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße wird bebaut. Im Hintergrund Mitte: Das LAO-Vierschanzenhaus (20.04.2021). Foto: Lesereinsendung

Auf dem Parkplatz zwischen dem Life-Einkaufszentrum und dem Büro-/Gewerbehaus Albert-Schweitzer-Straße 62-66 (nicht nur Ureinwohner kennen den Platz mit seiner markanten Thermometer-Uhr) wird ein dreistöckiger Neubau in Holzmodulbauweise und Niedrigenergiestandard realisiert. Dort wird die Montessori-Schule „Campus di Monaco“ einziehen. Bis zum Sommer 2022 entsteht eine zweizügige Grund- und Mittelschule für rund 320 Schülerinnen und Schüler. Die bestehende Montessori-Mittelschule zieht dabei von ihrem Provisorium an der Schwanthalerstraße an den neuen Standort, die Grundschule entsteht neu.  „Bildung statt Parkplatz“ könnte man sagen. Zusammen mit dem Neubau der Grundschule am Strehleranger und der Grundschule am Karl-Marx-Ring ist das der bereits dritte Schulneubau in Neuperlach – und das in kurzer Zeit.

Aber auch das bestehe 6-stöckige Büro-/Gewerbehaus verändert sich. Es wird im Erdgeschoss vergrößert, es wird also tiefer, was den bereits vorhandenen Läden und gastronomischen Einrichtungen zugute kommt. Sowohl für Pächter und Kunden wird es durch das größere Platzangebot attraktiver. Die Büros und Gewerbeeinheiten erhalten teilweise neue Grundrisse. Bestandsmieter sollen bleiben. Eine bauliche Verbindung des Bestandsgebäudes mit der Montessori-Schule wird es nun doch nicht geben. Die lange geplante Aufstockung des Bestandsgebäudes ist auch vom Tisch. Der Parkplatz kommt fast vollständig weg, nur 13 Stellplätze sollen erhalten werden.

Der Schulbau wird im vorderen Bereich aufgeständert sein, da er dort auf die bestehenden Tiefgaragenabfahrt gesetzt wird. Zur Ausstattung werden ein Dachgarten, offene Lernbereiche, ein Sportraum, eine Aula, eine Werkstatt und eine Kantine gehören.

Die Bauarbeiten haben am 20.04. mit dem Abtragen des Parkplatzes begonnen.

Mehr zum Thema in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung: Holzbau auf der Tiefgarage

Montessori-Schule
Hier entsteht die Montessori-Schule. Links das Bürogebäude, rechts das Einkaufszentrum Life (21.04.2021) © Thomas Irlbeck
Montessori-Schule
Im Hintergrund zu erkennen ist die sogenannte Thermometer-Uhr. Zumindest jeder Ureinwohner sollte diese markante Konstruktion kennen. Diese schaltet bereits seit den ersten Atemzügen Neuperlachs mit Hilfe einer Segmentanzeige laufend zwischen Uhrzeit und Temperatur um (21.04.2021) © Thomas Irlbeck
Montessori-Schule
Näher dran an der Thermometeruhr (21.04.2021) © Thomas Irlbeck

Was ist eine Montessori-Schule?

Wikipedia verrät dazu Folgendes:

Zur Montessoripädagogik ist ein von Maria Montessori ab 1907 entwickeltes und namentlich in Montessori-Schulen angewandtes pädagogisches Bildungskonzept, das die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen abdeckt. Sie beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seines Selbst“ und verwendet deshalb zum ersten Mal die Form des offenen Unterrichts und der Freiarbeit. Sie kann insofern als experimentell bezeichnet werden, als die Beobachtung des Kindes den Lehrenden dazu führen soll, geeignete didaktische Techniken anzuwenden, um den Lernprozess optimal zu fördern. Als Grundgedanke der Montessoripädagogik gilt die Aufforderung „Hilf mir, es selbst zu tun“.

Stand 05.07.2021

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Die Baustelle ist ein ehemaliger Parkplatz (05.07.2021) © Thomas Irlbeck

Kranaufbau (09.08.2021)

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Der Kran für die Montessori-Schule wurde aufgestellt (09.08.2021) © Thomas Irlbeck
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Krananlieferung (09.08.2021). Foto: Lesereinsendung
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Krananaufbau (09.08.2021). Foto: Lesereinsendung

Heute wurde ein Kran aufgestellt. Nun kann es richtig losgehen.

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Kranaufbau für die Montessori-Schule (09.08.2021). Foto: Lesereinsendung

Bodenplatte (18.09.2021)

Inzwischen wurden bereits große Teile der Bodenplatte gegossen.

Montessori-Schule
Baustelle Montessori-Schule. Die Schlangen, die wir hier sehen, sind Abstandshalter für die Oberbewehrung. Dadurch wird der noch aufzulegende Bewehrungsstahl während des Gießens auf Abstand gehalten. Die Folien bleiben drin. Durch diese Maßnahmen wird erreicht, den Bewehrungsstahl vor Luft und Wasser zu schützen, damit er nicht rostet (18.09.2021) © Thomas Irlbeck
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Montessori-Schule (18.09.2021) © Thomas Irlbeck
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Baustelle Montessori-Schule (18.09.2021) © Thomas Irlbeck